Nachhaltigkeit an Grossevents: Wie und warum der MTB-Weltcup in der Lenzerheide auf Umweltschutz setzte

von Chris Eggenberger

Knapp 30.000 Zuschauer jubelten Nino Schurter, Jolanda Neff und Co. beim Mountainbike Weltcup in der Lenzerheide Mitte August zu. Ein solches Grossevent verursacht dabei immer auch grosse Mengen Abfall. Mithilfe von Hutter Products fanden die Organisatoren eine Nachhaltige Lösung für immerhin einen Teil dieses Problems.

“Wir sind sehr zufrieden. Unsere Erwartungen wurden übertroffen”, meint OK-Präsident Christoph Müller nach dem Mountainbike-Wochenende. “Die Stimmung hätte dank bestem Sommerwetter und erfreulichen Schweizer Resultaten nicht besser sein können.” Nino Schurter triumphierte im Crosscountry der Männer, Sina Frei und Jolanda Neff wurden bei den Frauen Vierte beziehungsweise Achte.

Inmitten des Spektakels war es für die Zuschauer dabei schwierig, die Spuren des Grossanlasses in der Umwelt im Blick zu behalten. Anders aber das Organisationskomitee: “Das Thema Nachhaltigkeit hat bei der Organisation eines Grossanlasses wie dem Mountainbike Weltcup einen grossen Stellenwert. Für uns war es vor allem wichtig, dass wir dem Thema dort gerecht werden, wo es wirklich etwas bringt”, erklärt Müller.

Zusammen erarbeiteten das Team des Mountainbike Weltcups Lenzerheide und Hutter Products ein Konzept mit Helfer-T-Shirts aus recyceltem Ozeanplastik. “Wir waren von Anfang an von dem Produkt überzeugt und begeistert, als wir einen ersten Eindruck davon erhielten”, meint der OK-Präsident. “Mit dem Resultat sind wir sehr zufrieden.”

So konnte den knapp 250 Helfern eine umweltfreundliche Alternative geboten werden, die auch für grössere Mengen geeignet ist. Die Kosten für ein Ozeanplastik-Shirt liegen nämlich nur wenige Prozente über jenen für konventionelle Helfer-Ausrüstung. Auf die Frage, ob er anderen Organisatoren ähnliche Massnahmen weiterempfehlen würde, antwortete Müller:  “Auf jeden Fall! Wir sind überzeugt, dass wir mit dem gewählten Produkt eine sinnvolle nachhaltige Variante ausgesucht haben.” Wichtig sei dabei, wie er völlig korrekt hervorhebt, dass auch tatsächlich am Nachhaltigkeits-Ziel festgehalten und das Ganze nicht zu einer Marketing-Kampagne wird.

Hutter Products war zudem sehr erfreut, von vielen Helferinnen und Helfern vor Ort Rückmeldungen zu erhalten. Wie Müller erklärt, waren diese in der Vorwoche des Events über die Initiative informiert worden. “Die Reaktionen waren positiv und die T-Shirts wurden mit Freude entgegengenommen.” Dies bestätigte auch der sehr interessierte und positive Eindruck, den das Team am Wochenende hinterliess.

Die Bilanz der Initiative liest sich indes sehr erfreulich: 1674kg an Stränden & Meer gesammelter Abfall und fast 10’000 Plastikflaschen konnten für die Produktion der Shirts recycelt werden. Alle Seiten dürfen stolz sein, einen richtigen Schritt zum Schutz der Umwelt gemacht zu haben.